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9. Japaneintrag, 6. - 17. Oktober

Fangen wir von gaaaanz vorne an.
Nochmal zum 5. Oktober und somit zum Rotarymeeting. Diesmal bin ich an einem Tisch mit meinem Chancellour gesessen, der mich promt zum Abendessen mit seiner Familie eingeladen hat. Wunderbar... Oder auch nicht.
Und, ich vergas auSerdem zu erwaehnen, dass ich am 4. Oktober meine Kyudopfeile (giftgruen und schwarz als Knopffarbe) und meinen Handschuh gekauft hab. Mein Geburtstagsgeschenk an mich, quasi, mit dem Geld meiner Eltern (welches auch fuer meinen Geburtstag gedacht war).
AuSerdem musste ich die 100.000 Yen fuer die Ausfluege nun zahlen und langsam aber sicher bin ich arm. Vater, solltest du dies lesen, zoegere nicht und schick mir Money, wenn dus uebrig hast. Hehe.

Am 6. August sind meine Gastmutter und ich nach dem Mittagessen nach Numazu geduest und mit dem Bus zum Meer. Hach, ist das schoen! Und richtig warm war das noch, fast wie der Attersee bei uns in Oesterreich im Hochsommer! Ich bin natuerlich barfuS ein paar Schritte rein, um eben diese Waerme zu testen und WUSCH, eine ueberraschend groSe Welle spaeter war ich nass bis zum Hosenbund. Wunderbar. Damit ich trocknen konnte, sind wir noch ne Weile am Strand geblieben und dann zu FuS zu ner Ausstellung eines japanischen Siebdruckkuenstlers gedackelt. Sehr interessant fuer mich als Graphikschuelerin. AuSerdem war das Museum so klein, dass die sogar Tee serviert haben - gratis. Man kriegt hier ueberall Tee in die Hand gedrueckt - und die hatten auch eine nette, kleine aber sehr beeindruckende Kunstbibliothek. Dort durften wir uns zum Tee trinken reinsetzen und ich hab ein wenig durch die Buecher geblaettert. Dabei hab ich ein ganz besonders tolles eintdeckt und wollt es kaufen, also ist meine Gastmutter zu der Rezeption gegangen und kam wieder mit nem breiten Laecheln und verkuendete, dass das Museum mir das Buch (und ein weiteres etwas duenneres) schenkt. Warum weiS ich nicht, vielleicht weil sie ueberrascht waren, dass ueberhaupt jemand die Buecher ansieht. Auf dem Heimweg haben wir im Geschaeft meiner aelteren, bereis ausgezogenen Gastschwester Hitomi vorbeigeshaut und prompt kam einer der Rortaryleute, soweit ich weiS Baecker oder Konditor von Beruf, und hat mir selbst gemachte oesterreichische Spezialitaeten geschenkt. Kekse, ein Apfelstrudelteil, Kuchen und ein Gugelhupf. Komischerweise hat diese meine Keksgeschenke mein Gastvater beansprucht...

Am 7. war so ne Rotaryveranstaltung wo wir uns alle zu sehr frueher Stunde am Meer getroffen haben, um dann nen Park zu reinigen. Sprich, unglaublich viele Piniennadeln zusammenrechen. Da das hier alles sehr alte, sehr faule Maenner sind, hab 70 Prozent der Arbeit ohnehin schon mal ich allein gemacht. Auserdem hab ich zwei Canadierinnen getroffen, die natuerlich gleich mal mit mir zu tratschen angefangen haben und das war dann auch wieder sehr nett. Gut zu wissen, dass ich nicht der einzige Gaijin in Numazu bin. Um 17:00 wurde ich dann zum Grillen abgeholt. Das Essen bei meinem Chancellour war wieder weniger super... Es war kalt (etwa 18 Grad ohne Jacke) und windig und dunkel, weil wir drausen waren. Das Essen war eher mau und auSerdem durfte ich erneut Zeit mit Takumis Mutter verbringen. Um ehrlich zu sein, mir ist die Dame hoechst suspekt. Und unsympathisch obendrein. Aber wie auch immer. Da alle unter sich waren, is die ganze Zeit nur Japanisch geredet worden, sprich, ich bin erfroren, verhungert und gelangweilt um 9 nach Hause gefahren worden.

9. Oktober: Wie erwartet habe ich mich in den letzten Tagen koestlich gelangweilt, weil hier alle fuer die groSen Halbsemestertests lernen, die ich logischerweise nicht schreiben muss.Bin dann nach der Schule in Numazu ausm Zug um zum Bookshop zu gehen, da kommt mir doch glatt ein blonder Canadier entgegen und fragt, ob ich zufaellig seine Mutter und Schwester letztens im Park getroffen hab. Wir sind dann gemeinsam zum Bookshop und haben uns ganz nett unterhalten, er hat mir ein Buch. Habs mittlerweile gelesen, ist wirklich gut! Der Titel ist logischerweise Englisch und heiSt 'Guns, Germs and Steal'. Ist ne evolutionswissenschaftliche Studie.

Am 11. Oktober hab ich mal wieder Deutschlehrerin sein duerfen. Mach ich jetzt jeden Donnerstag. Abends war dann Volleyball. Hab ich von Volleyball schon mal erzaehlt? Ich und meine ganze Gastfamilie sind in nem Verein und DAS ist definitiv superklasse. Ich bin jetzt schon viel besser als vorher.

Am 12. Oktober hat man hier fuer mich eine 'Willkommensparty' geschmissen... welche im GroSen und Ganzen nur als Besaeufnis gerechnet werden kann. Nach ner Viertelstunde hatten die 11 anwesenden Erwachsenen Asiaten 20 Bierkruege geleert gehabt, waren alle knallrot und laut und ob des Alkohols war ihnen so warm, dass sie in dem ohnehin schon kalten Raum die Klimaanlage angestellt haben. Das Essen war grauenhaft, arschkalt wars obendrein und demuetigend auch, weil meine Gasteltern so ziemlich jedes Detail meines Lebens hier herumgebruellt haben und die ganze Zeit haben alle gelacht. Nach zwei Stunden wars mir zuviel und ich bin aufs Klo und nimmer wiedergekommen, bis ich um 9 abgeholt wurde. Es ist ziemlich bescheuert, mich als Anlass fuer einen solchen Exzess zu missbrauchen.

13. Oktober: Wie jeden Samstag hab ich meine Waesche gewaschen und gestaubsaugt und als ich fertig war, waren alle aus dem Haus, weil alle zu tun hatten. Also hab ich mir was zu Essen gemacht, das Internet genutzt und bin dann nachmittags zu meinem allwoechentlichen Japanischunterricht getingelt. Diesmal war die Bibliothek voller Kleinkinder, die dort eine Ausstellung ihrer Bilder hatten. Ich glaub, spaeter gabs auch noch ne Preisverleihung. Danach bin ich zum 7eleven, hab Peachtea und Onigiri gekauft und mich dann ans Ufer des Flusses gehockt, der durch Numazu flieSt. Hier gibt es eine ueberraschend groSe, wilde Falkenpopulation, die ich versucht hab, zu fotographieren. Sehr majestaetische Tiere. Falken gibt es aber scheinbar eh recht viele in Japan, am Meer sind auch immer welche, die um die Fischkutter kreisen.

Den 14. Oktober hab ich mit den Canadiern verbracht, es war schoen, mal wieder mit jemandem zu sprechen, der eine Sprache spricht, die ich definitiv beherrsche. Mel und Tagg und ich sind erst durch die StraSen gezogen und haben uns dann bei Starbucks einen Kaffee gekauft (ich glaubs nicht... Da lernt man erst zu schaetzen, was wir fuer gute Kaffeehaeuser haben!). Nachher haben wir uns einen Speechcontest in der Bibliothek angesehen.

Am 15. Oktober, also diesen Montag, sind saemtliche 2ten Klassen meiner Schule zu einem dreitaegigen Australienausflug aufgebrochen. AuSerdem haben alle 1ten und 3ten Klassen die groSen Tests, sprich, ich war sogar noch gelangweilter als jemals zuvor. Aus hatten wir schon um halb 11, ich bin also heim und wurde dann, als ich in Katahama aus dem Zug stief, erst mal von einer sehr merkwuerdigen alten Frau angequatscht. Oder eher beschimpft. Das japanische Wort fuer 'Auslaender' fiel ein paar mal. Meine erste Begegnung mit Rassismus. Sehr tiefgreifend.

Gestern Abend um 8 Uhr war dann endlich der Augenblick gekommen... Und nun bin ich stolze Besitzerin einer niegelnagelneuen Canon! So ein wunderbares Spielzeug... Hach, ich liebe es. Und ne 2GB-Speicherkarte war gratis dabei, ich bin alles in allem mit zweitem Objektiv sehr billig weggekommen. Etwa 300 Euro,

Wie auch immer.
Shirastai shimasu!
17.10.07 09:34
 


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