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12. Japaneintrag 30. - 18. November

30. bis 3. November war eher Ereignislos, danach allerdings stand die District Conference an, ein Treffen aller Rotarier der Preafekturen Shizuoka und Yamanashi, welche fuer uns Austauschschueler mit einer kleinen Orientation gekoppelt war. Aber erst Mal von Anfang an: Am Freitag war wieder einmal Rotarymeeting, danach hab ich gepackt und 2 Wochen Waesche gewaschen. Samstags bin ich dann mit meinem kleinen Koefferchen zum Toray-Center nach Mishima. Toray ist eine Firma, die neue Technologien fuer Autos, Textilindustrie, ect. entwickelt und dementsprechend sah es dort auch aus. Ich kam mir anfangs erst einmal vor wie in der Umbrella Corp, wenn man versteht. Die Rotarier unterhielten sich mit uns in ihrer Landessprache, wohl um zu testen, ob wir auch brav lernten. Jonathan ist mit Abstand der Beste von uns, er ist nach gut 3 Monaten beinahe fluessig. Ich bin Zweitbeste, verstand alles, konnte aber ob Vokabelmangels nicht sehr ausfuehrlich antworten. Alle anderen waren eher bescheiden. Ueber Laurents Laptop habe ich meine Fotos auf die externe Festplatte gespeichert, meinen mp3-Player neu bespielt. Wir haben Mel getroffen, sind nach Numazu zum Strand, nachdem wir ein sehr langweiliges Rotary-Stehbuffet hinter uns gebracht hatten. Auf der EinkaufsstraSe sahen wir zum ersten Mal Yakuza. Diese japanische Mafia ist eigentlich ueberall ziemlich verbreitet und ihre Mitglieder sind erkenntbar, vertraut mir. Ein Neonpfeil koennte nicht deutlicher sein. Zurueck am Center sind wir durch den Lieferanteneingang wieder rein und ein wenig herumgestromert. Im Bueroteil der Anlange, genauer gesagt im 10. Stock eben dieses, konnten wir einen wunderschoenen Blick auf Mishimas Nachtlichter genieSen. Die Conference selbst war eher... uninteressant fuer und junge Leute.

5. und 6. November waren wieder Tests, kleinere, nicht zu vergleichen mit den Halbjahresdingern. Nach dem letzten Test besuchten wir ein Blechblasquintettkonzert in der Konzerthalle von Mishima. Sehr interessant, keine klassische aber westliche Musik. Beeindruckende Versionen von 'The Godfather' und einem wunderschoenen, spanischen Volkslied.

Am 9. durfte ich zwei Gundschulklassen in Numazu ueber Oesterreich aufklaeren. Warum koennen westliche Kinder nicht so perfekt brav und lieb sein? Man hat fuer mich musiziert und gesungen und sie haben jedes bisschen information von mir aufgesaugt wie Schwaemme. Die haetten mich nie wieder gehen lassen, so viele Fragen hatten sie ueber mich und mein leben und mein Land, dass nur ihre Lehrerin sie stoppen konnte. Sehr sueS.

10. November ist eine meiner besten Erinnerungen bisher, denn wir sind nach Tokyo gefahren. Firmenausflug meines Gastvaters, weshalb wir auch erst einmal das Panasonic-Center besuchten. Dort wurde uns lang und breit erklaert, was es in Zukunft alles von Panasonic geben wird. Sehr interessant. Danach sind Oto-san, Oka-san und ich abgehauen und mit dem Zug (Tokyo ist zu groS fuer ein U-bahn-Netz) ueber Shibuya nach Shinyuku zum Tokyo Metropolitan Goverment Office gefahren. Der 45. Stock dieses Gebaeudes ist fuer Touristen zugaenglich und bietet ein tolles Panorama, welches leider durch den andauernden Regen ein kleines Bisschen getruebt wurde.

11. November war der Tag, an dem wir den Zirkus besuchten, der in der kleinen Nachbarstadt gastierte. Beinahe keine Tiere (ein Pony, ein Affe und ein paar Hunde) gab es, dafuer viel Akrobatik. Alles in allem aber eher klein und beschaulich. Eine nette Abwechslung.

Am 14. November war bei uns in der Schule HomeRoomMatch. Um zu erklaeren, was das ist, braucht man vorweg ein paar Informationen: Der Turnunterricht in Japan im Sommer ist vorwiegend Leichtathletik, im Winter kann sich allerdings jeder eine von 5 Ballsportarten aussuchen. Softtennis, Softball, Basketball, Volleyball oder Soccer. Melden sich genug fuer ein team, ists okay, sind nicht mehr als 6 Leute daran interessiert, muss man sich was anderes aussuchen. Bei uns kamen so die Teams Volleyball-Maedchen, Soccer-Maedchen, Volleyball-Jungs und Soccer-Jungs zustande. Am HomeRoomMatch-Day treten dann ALLE Teams der ganzen Schule gegen einander an. Das bedeutet, alle Team aus allen Stufen und Klassen. Das ganze kommt einem Sportfest gleich und dauert den ganzen Tag. Sehr laut, sehr lustig, vor allem die Maedchen. Ich war im Volleyball-Maedchen-Team. In manchen Klassen, so wie bei uns, kam es aber vor, dass sich so viele SchuelerInnen fuer eine Sportart gemeldet hatten, dass es mehr oder weniger 2 Teams waren. Diese Klassen mussten dann nach jedem Set/Halbzeit/whatever wechseln. Mein Volleyballteam hat ihren Set immer gewonnen, das andere nicht, so sind wir nicht sehr weit gekommen, ist aber okay. War trotzdem ein RiesenspaS.
Danach, am Abend dann, traf ich zum ersten Mal meine naechste Gastfamilie. Sie scheinen nett, haben eine Katze, aber ihr Laecheln irritierte mich ein wenig. Sehr aufgesetzt. Dieses Treffen hielt fuer mich zwei gravierende Schlaege bereit: erstens, meine Gastfamilie wird keinen Computer haben. Man wird also fuer etwa 2 Monate nichts von mir hoeren. Zweitens, und das macht mir wirklich was aus, ist, dass ich am 25. Dezember wechseln werde. Haben die denn kein Herz?! Zu Weihnachten! Das ist wahrscheinlich das Schlimmste ueberhaupt in meinem ganzen Leben! Die wissen ganz genau, dass fuer den westlichen Teil der Erde Weihnachten das wichtigste Fest ueberhaupt ist! OMG, das wird so... grauenhaft. Als waere Weihnachten weit weg von daheim nicht schon schlimm genug... Ich fang gleich an zu heulen, verdammt.

Am Donnerstag dem 15. November musste ich eine Rede vor einem fremden Rotaryclub halten. Wie es scheint, werde ich das noch ein paar Mal machen muessen. Eine relativ lange Rede sogar, aber gut. Bei der Gelegenheit hab ich versucht, wegen meinem Uebersiedelungsdatum was zu sagen, aber die verstehen das nicht, die kennen Weihnachten nicht...

Gestern, am 17. August haben wir, das heiSt ich und die beiden Amerikaner, die WorldSkillsMeisterschaft besucht. Quasi das Olympia der Frisoere, Konditoren, Elektrotechniker, ect. Unglaubliches Glueck dass das dieses Jahr genau in meiner japanischen Heimatstadt ist! So viele Leute hab ich nicht einmal in Tokyo gesehen. Man konnte die Wettstreiter bei ihrer Arbeit beobachten, nachtuerlich nicht zu ihnen sprechen, trotzdem hatte ich Gelegenheit, endlich wieder ordentliches, oesterreichisches Deutsch zu benutzen. Juhu. Wir haben Mel und Tagg gesucht, sind dann zurueck nach Numazu, haben was gegessen, uns eine schoene Zeit gemacht ehe ich dann ob Ausgehlimits nach Hause musste. Alle fuehlen mit mir wegen Weihnachten. Das wird so grauenhaft... Kann mich bitte jemand erschieSen? Oder was unternehmen??

Wie auch immer, ich verabschiede mich nun erst einmal fuer gut eine Woche, der Rotary-Tripp in DAS Kulturzentrum Japans, Kyoto, steht an. Zurueckkehren werde ich mit vielen netten Andenken und Anekdoten. Bye.
18.11.07 07:39
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Caralein (24.11.07 22:21)
Ja, das ist wirklich bitter *mit dir fühl* und dann noch an Weihnachten. Einfach Kopf hoch klingt reichlich fehl am Platze, aber wenn du sagst zwei Monate, dann geht auch das vorbei. Auf die Gefahr hin jetzt taktlos zu wirken (was ich leider öfters wirke, aber wirklich nicht sein will, also schon mal Entschuldigung), wieso musst du überhaupt die Gastfamilie wechseln?
Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und viel Kraft. Lass dich nicht entmutigen davon, auch wenn es unschön ist. Wer weiss, vielleicht ist es dann doch nicht so schlimm. Klar ich kann das leicht sagen, ich muss es ja nicht machen. Aber mir würde es nicht anders als dir gehen.
Liebe Grüsse Caralein^^

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